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Dr. Heino Speer

Dr. Heino Speer,
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Heino Speer
Klagenfurt am Wörthersee 8. Dezember 2011


Das Bild in der Kopfleiste stellt die Predella des Wiener Neustädter Altares im Wiener Stephansdom dar, die das vielfältig gedeutete Akronym AEIOU Kaiser Friedrichs III. enthält.

Projektbeschreibung

Quellencorpus

Entsprechend dem Fokus des Projekts auf frühneuzeitliche österreichische Rechtsquellen werden Quellen bis etwa 1600 und spätere Werke der Sekundärliteratur zu diesen Quellen aufgenommen.

Digitalisat

Unter „digitaler Quelle“ verstehe ich einmal Imagedigitalisate, die noch die weitaus größere Zahl sein werden, d.h. Faksimiles der Buchseiten. Dann aber verstehe ich hierunter auch Transkriptionen dieser Faksimiles, die aus den unten genannten Gründen (noch) recht selten sind.

Die Erzeugung von maschinenlesbarem Text aus Imageseiten ist für den behandelten Zeitraum ein schwieriges Unterfangen. Meist, wie in meinem Projekt DRQEdit, setzt dies eine Transkription voraus, die von Menschen erfolgen muss. Entweder kann dies an Firmen insbesondere in Asien delegiert werden, oder aber man setzt sich selbst hin und schreibt den Text einfach ab. Oder aber man versucht es mit OCR-Programmen (=Optical Character Recognition), deren Ergebnis aber bei allen Schriften, die nicht in Antiqua gedruckt sind, gegenwärtig nur höchst unzureichend ist und einer intensiven Nachkorrektur bedarf.

Texttechnologie

Die Erzeugung des Volltextes eines Druckwerkes hat ihren Sinn jedenfalls darin, dass jedes darin enthaltene Wort durch Suchmaschinen erfasst und damit weltweit gesucht und gefunden werden kann. Darüberhinaus gibt es aber die Möglichkeit, Textpassagen, die über den konkreten Text hinausweisen, in dieser Funktion ernstzunehmen: Verweise auf andere Werke, etwa digitalisierte Rechtsquellen und digitalisierte Sekundärliteratur, können — freilich mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand — als Hyperlinks auf diese Werke und die konkret angesprochene Stelle ausgestaltet werden. Das bedeutet, dass der Leser jetzt — anders als der Leser des gedruckten Werkes — die zitierte Quelle mit einem Mausklick seitengenau erreichen kann.
Hierin besteht für mich der eigentliche Sinn frei zugänglicher wissenschaftlicher Literatur im digitalen Zeitalter: Für jedes Werk eine virtuelle „Handbibliothek“ zu schaffen, die es dem Leser / der Leserin ermöglicht, jeden Schritt des Autors an dessen Quellen nachzuverfolgen. Damit verbunden ist auch die Vision einer neuen Art der Produktion wissenschaftlicher Texte, die, indem sie den Medienwandel ernst nimmt, sich bewusst ist, dass jedes Zitat, jeder Hinweis auf ein anderes Werk jederzeit in ihrer Relevanz überprüfbar werden. Dass dies aus den unterschiedlichsten Gründen für die aktuelle Produktion wissenschaftlicher Texte eine Utopie ist, ist mir stets bewusst gewesen. Daher habe ich auch versucht, bei bereits gedruckter Literatur diese Arbeit der Digitalisierung und Hypertextualisierung „nachzuführen“ — in der Hoffnung, dass das Ergebnis in sich überzeugend ist und zur Nachahmung anregt.

Heino Speer
Klagenfurt am Wörthersee
31. Mai 2013