Personen

Informationen über Personen, die für die österreichische Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit wichtig sind oder in der Literatur zu dieser Zeit erwähnt werden — ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit.

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A

B

Banniza, Johann Peter 1707 – 1775

ADB-Artikel
Biographie: Leben und Schrifften Herrn Johann Peter von Banniza, der Philosophie und beyder Rechten Doctoris, vornehmen ICti, der Pandecten und des peinlichen Rechtes auf der hohen Schule zu Wien ordentlichen öffentlichen Lehrers, der Juristen-Facultät Beysitzers, und in der Kayserlichen Königl. Theresianischen Ritter-Academie ordentlichen Lehrers, auch Kayserl. Königl. zuvor Fürstl. Wirzburgischen resp. würklichen Hof- und Regierung-Raths, und Professoris publici ordinarii bey dasiger hohen Schule, wie auch der Universität Receptorat Amts-Consulenten (Erlangen 1756)
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Banniza, Joseph Leonhard 1733 – 1800

Wikipedia-Artikel mit weiteren Links
CERL-Eintrag mit Werktiteln
Gawron, Thomas: Banniza von Bazan, Joseph Leonhard. In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net [12.03.2013]

Beckmann, Nikolaus de 1634-1689

Jöcher, Gelehrtenlexikon I (1750) 902f.
ADB. II 239 (Muther)
PND-Eintrag
Wesener über Beckmann (1975)


Bischoff, Ferdinand Franz Xaver Georg 24.4.1826 – 16.8.1915

Deutsche Biographie
Bischoff, Ferdinand [Bearb.]: Steiermärkisches Landrecht des Mittelalters / bearb. von Ferdinand Bischoff. Hrsg. vom Historischen Verein für Steiermark. – Graz 1875. – 241 S.


Blotius, Hugo 1533 – 1608

 Source: Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB); 342266; 4937215

Source: Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB); 342266; 4937215

ADB-Artikel
Wikipedia-Artikel
Informationsartikel der ÖNB über ihren Bibliothekar
Menhardt, Hermann, „Blotius, Hugo“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 316 f. [Onlinefassung]
Harald Tersch, Österreichische Selbstzeugnisse des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit (Böhlau Verlag Wien, 1998) S. 294ff.: Itinerar des Hugo Blotius


C

Chorinsky, Carl Graf 18. Oktober 1838 – 10. Juli 1897

Werke
Motloch Nachruf Graf Chorinsky 1899 (Transkription Speer 2013)

D

E

F

Finsterwalder, Benedikt 1664 – 1726

Weiter ausführen! 19.02.2014
GND-Eintrag
Gunter Wesener, Johann Baptist Suttinger und Benedikt Finsterwalder — zwei bedeutende Juristen Österreichs im 17. Jahrhundert, 2002

G

H

Horten, Johann Bernhard 1735 –

Ausführen!

I

J

K

Kees, Johann Georg 1673 –

Ausführen!
Kees, Commentarius Ad D. Iustiniani Institutionum Imperialium IV. Libros / 3 (1746)

Kraus, Johann (Landschaftsadvokat) ? – 26.09.1587

Zitat Torggler 1936:

Die Nachrichten in den ständischen Ausschußprotokollen über seine Person sind verhältnismäßig zahlreich. Sie zeigen ihn als den Vertrauensmann der Stände, die ihn zu den verschiedensten Aufgaben, unter anderem mehrfach als Abgesandten bei Hof, verwenden. Er ist der Verfasser der Landrechtsordnung von 1577 (Landesarchiv, A 14, Bl. 58′, 225′), verschiedener Handwerksordnungen (1574, A 14, Bl. 212) und eines Gutachtens über die Testierfähigkeit des Letzten im Mannesstamme (1582, A 19, Bl. 17, 160′). Er starb am 26. September 1587 in Klagenfurt. Im Ausschusse wird seiner 32jährigen „fleißigen, erlichen diensten“ gedacht (1588, A 25, Bl. 1′).


L

M

N

O

P

Püdler, Wolfgang

Q

R

S

Zyprian von Serntein (um 1457-1524)

GND-Eintrag
Wikipedia-Artikel

Schwarz, Abraham 1562-1638

PND-Eintrag

Doblinger, Max: Dr. Abraham Schwarz, der Verfasser der obderennsischen Landtafel von 1616. In: Jahrbuch der Gesellschaft für die Geschichte des Protestantismus in Österreich. 1961.
Pauser, Josef, „Schwarz, Abraham“, in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 802-803 [Onlinefassung]


Schwartzenthaler, Johannes Baptist

GND-Eintrag


Streun von Schwarzenau, Reichard 1538-1600


GND-Eintrag
Wikipedia-Eintrag
Eintrag in der Datenbank „Gedächtnis des Landes“ zur Geschichte des Landes Niederösterreich
Hochzeit mit Regine von Tschernembel
Karl Großmann, Reichart Strein von Schwarzenau, Ein österreichischer Staatsmann und Gelehrter aus der Zeit der Renaissance, Reformation und Gegenreformation. In: JbLkNÖ. 1927 1ff. Transkription Speer 2013


Suttinger, Johann Baptist 1608-1662

J. B. Suttinger (Bildarchiv ÖNB)

J. B. Suttinger (Bildarchiv ÖNB)

PND-Eintrag
CERL-Eintrag

Carl Graf Chorinsky, Vormundschaftsrecht (1878)15 Anm. 8:

Die Consuetudines Austriacae ad Stylum Excelsi Regiminis Infra Anasum Olim accomodatae per Joan. Baptistam Suttinger de Thurnhof, Juris Utriusque Doctorem, Consiliarum Caesareum et Excelsi Regiminis Cancellarium werden immer zu den wichtigsten Quellen österreichischer Rechtsgeschichte zählen. Die Entscheidungen Suttinger’s sind großentheils aus dem Consuetudinarium entnommen worden, einem Gedenkbuche, welches die niederösterreichische Regierung über alle erwiesen festgesetzten Gebräuche vom Jahre 1554 (nach Einigen 1550) anfangen ließ und das bis in’s 18. Jahrhundert fortgesetzt wurde [Anm. HS: Vgl. jetzt Ellrichshausen, Consuetudinarienbücher 1982]. Nach der Einleitung zum I. Supplementsband des Codex austriacus hat Suttinger seine in der Mitte des 17. Jahrhunderts gesammelten Consuetudines austriacas nach seinem Tode als Manuscript hinter sich gelassen, welches lange Zeit von Hand zu Hand abgeschrieben wurde. Ein Anonymus ließ diese Consuetudines dreimal kurz nach einander in Nürnberg drucken, und zwar in den Jahren 1716, 1717 und 1718. Dem alphabetisch geordneten Werke ist eine Vorrede nicht vorausgesandt, wohl aber sind in allen Ausgaben zwei Beilagen zugleich mit Suttinger’s Consuetudines abgedruckt, nämlich erstens: „Additiones praedictarum consuetudinum austriacarum renovatae“, und zweitens: „Aureus juris austriaci tractatus continens observationes selectas Authore Dr. Bernardo Walthero cancellario Austriaco.“ Von den drei Ausgaben Suttinger’s ist die Ausgabe des Jahres 1718 die einzig brauchbare, während die beiden anderen von Druckfehlern und sinnstörenden Auslassungen wimmeln. Wenn wir Suttinger citiren, so haben wir allemal dessen Consuetudines im Auge, was umsomehr hier hervorgehoben verdient, als Suttinger außerdem noch ein sehr berühmtes Werk: „Observationes practicae, oder gewisse Gerichtsgebräuch, wie dieselben, sonderlich bei dem löblichen landmarschallischen Gerichte in Oesterreich in recht genommen und gehalten werden [hier Ausgabe 1656] — geschrieben und im Jahre 1650 durch den Druck veröffentlich hat. Zwei neue Auflagen dieses Werkes erschienen unter dem Titel „Verneuerte observationes practicae“ in Nürnberg 1678 und 1713. [Vgl. aber die Ausgabe Nürnberg 1703 H.S.] Suttinger’s hohe Bedeutung hebt schon die oben berührte Einleitung zum ersten Supplementsbande des Codex austriacus mit den Worten hervor, daß Walther und Suttinger wegen der vielfältig allegierten Consuetudinario und beigebrachten Praejudiciis fast legules zu nennen seien. Vossius in seinem unten zu bezeichnenden Werke erwähnt Suttinger’s Werk auf S. 17. Banniza in seiner vollständigen Abhandlung von den sämmtlichen österreichischen Gerichtsstellen, Wien 1767, auf S. 112 bis 114. Suttinger war bis 1662 Kanzler der n. ö. Regierung (Vossius S. 18).

Gunter Wesener, Johann Baptist Suttinger und Benedikt Finsterwalder — zwei bedeutende Juristen Österreichs im 17. Jahrhundert, 2002 :: Transkription Speer 2013
Christian Neschwara, Johann Baptist Suttinger (1608–1662). Porträt eines bedeutenden Juristen Österreichs im Rechtsleben seiner Zeit. In: G. Kohl / Ch. Neschwara / Th. Simon (Hrsg), Rechtsgeschichte mit internationaler Perspektive. Festschrift zum 65. Geburtstag von Wilhelm Brauneder, Wien 2008, 363-384 :: Transkription Speer 2013


T

U

Ulrich von Völkermarkt etwa 1210 – 1266

Stelzer, Die Anfänge des gelehrten Rechts in Kärnten im 13. Jahrhundert 212 – 215 (1977) Transkription Speer 2014 (noch nicht freigegeben)
Stelzer, Ulrich von Völkermarkt, in: ders., Gelehrtes Recht in Österreich (1982) 120 – 136 Transkription Speer 2014 (noch nicht freigegeben)
Neschwara, Ulrich von Völkermarkt (1987) Transkription Speer 2014

V

Venediger, Adam 1535-1610

Gunter Wesener, Einflüsse und Geltung des römisch-gemeinen Rechts in den altösterreichischen Ländern in der Neuzeit … (Wien-Köln 1989) S. 48:
„Von Dr. Adam Venediger stammt die umfassende Zusammenstellung der steirischen Landhandfeste von 1583 [Fußnote 296: Luschin, ÖRG 377; Mell, Verf. u. Verw. Gesch. Steiermarks 281; Pscholka, Rechtslehrer 35ff.].
Dr. Venediger war ein gebürtiger Grazer; das Doktorat der Rechte erwarb er in Italien[Fußnote 297: Pscholka, Rechtslehrer 37.]. Mit seiner Anstellung als Rechtslehrer an der landschaftlichen Schule in Graz im Jahre 1570 begann in Graz ein regelmäßiger, bis zur Vertreibung der Protestanten (1598) dauernder Rechtsunterricht. Dr. Venediger lehrte die institutiones iuris. Neben seiner Lehrtätigkeit fungierte er als Schrannenprokurator; nach Niederlegung des Lehramtes (1577) wirkte er als Landschrannenschreiber. Im Jahre 1600 wurde er als führender Kopf der Evangelischen des Landes verwiesen [Fußnote 298: Pscholka, Rechtslehrer 44f.].
In der Zeit der Tätigkeit Dr. Venedigers als landschaftlicher Lehrer kam es zur Ausgestaltung der Schule und deren Übersiedlung in das „Eggenberger Stift“.


W

Walther, Bernhard (von Walthersweil) 1516-1584

PND-Eintrag

Wikipedia-Artikel
Ivo Pfaff, Bernhard Walther von Walthersweil (1917) Transkription Speer
Transkription des Quellentextes der Traktate aus der Ausgabe Rintelen 1937
Josef Pauser über Walther
Gabór Hamza, Die Entwicklung des Privatrechts und die römischrechtliche Tradition in den österreichischen Erbländern / Erblanden und in Österreich (= Anuario Da Facultade De Dereito Da Universidade Da Coru A 2009 – AFDUDC, 13, 2009, 363-398)


Chorinsky, Vormundschaft S. 16 über Walther

Ungleich bedeutender noch als Suttinger ist sein früherer Vorgänger Bernardus Walther, welcher nach Vossius vom Doctor der Rechte zum Rath der n.ö. Regierung, und dann im Jahre 1556 zum Kanzler der n.ö. Regierung befördert wurde. Walther’s Einfluß auf die österreichische Rechtsentwickelung muß ein ganz besonders großer gewesen sein, obwohl zu seinen Lebzeiten seine Schriften ganz gewiß nicht gedruckt worden sind. Die schon bezogene Einleitung zum I. Bande des Codex austriacus berichtet, „daß mitten in dem 16. Saeculo der berühmte N.Ö. Regierungs-Canzler Bernardus Waltherus seine tractatus Juris Austriaci geschrieben habe“ und weist ihm mit Suttinger die erste Stelle unter den Praktikern an. Vossius schreibt aber S. 16, daß Walther sehr viel dazu beigetragen habe, um die Rechtsgewohnheiten allgemein zugänglich zu machen. Is — so schreibt Vossius — quaevis jura ex patriis moribus decidenda ordinatim persecutus est, adeoque consuetudines in novam lucem produxit. Wie verbreitet Walther’s Schriften oder doch Schriften unter seinem Namen gewesen sein müssen, zeigt Vossius, der dann weiter schreibt: Versantur inter manus multorum ejusdem tractatus varii, manu exarati (pro quibus tamen, quod omnes eundem habeant authorem, sponso non sum). Vossius (S. 447) geht sogar weiter und behauptet, daß das Manuscript der Windhagen’schen Bibliothek, welches die dreizehn Tractate über das österreichische Recht enthält, vielleicht ebenfalls von Walther herrühre. Gedruckt wurde von ihm nur der Aureus juris tractatus, der, wie bereits erwähnt, den Consuetudines von Suttinger beigebunden, und daher mehr als hundert Jahre nach Walther’s Tode erschienen ist. Die Bedeutung auch dieses Werkes hebt Vossius mit den Worten hervor: „Verum omnia quae ibi tractantur, in posteriores constitutiones, in tractatum de juribus incorporalia, et de jure succedendi ab intestato aut puta translata aut correcta invenies.“ Wir möchten schon an dieser Stelle es als eine nicht unwahrscheinliche Meinung aussprechen, daß Walther’s Einfluß auf die Landttafel oder Landtsordnung des hochlöblichen Erzherzogthums Oesterreich unter der Enns — dessen wir in der späteren Note gedenken werden, der größte gewesen ist, umsomehr als Finsterwälder und Andere Stellen aus Walther’s (damals noch ungedrucktem) Tractatus anführen, welche wortgetreu in der Landesordnung wiederzufinden sind. Eine genaue Erforschung des Lebens und Wirkens Bernard Walther’s wäre im Interesse der österreichischen Rechtswissenschaft sehr wünschenswerth.


Wesener, Gunter 1932

PND-Eintrag
Wikipedia-Artikel
Verzeichnis digitalisierter Literatur im Repertorium


Winter von Wintersheim, Zacharias * – †1659-02-11

„Entwurf einer ‚Landrechtsordnung des löblichen herzogtumbs Steyer‘, ‚im 1645 Jahr formiert und aufgesetzt durch Zacharian Winter von Wintershaimb beeder Rechten Doctorn. Röm. Kay. May. I.Ö. Regimentsrath‘ … Der Verfasser des Entwurfes Dr. utr. juris Zacharias Winter von Wintershaimb (Wintersheim) war innerösterreichischer Regimentsrat, von 1646 bis 1659 innerösterreichischer Regimentskanzler.“ Gunter Wesener, Einflüsse und Geltung … (1989) 25.

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